Gut leben mit Demenz – einer gesellschaftlichen Herausforderung mit einem ganzheitlichen Ansatz begegnen

Gut leben mit Demenz – einer gesellschaftlichen Herausforderung mit einem ganzheitlichen Ansatz begegnen

Wie in dem zu Beginn des Jahres erarbeiteten Bericht vom Gesundheits- und Sozialministerium steht, wird sich die Zahl von 130.000 Menschen, die derzeit in Österreich an einer Demenz leiden, bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Alleine aus dieser Zahl lässt sich schon ableiten, dass in Zukunft der Bedarf an Pflegekräften steigen wird. Eine Ausbildung in diesem Bereich ist somit zum einen zukunftsorientiert und zum anderen eine Möglichkeit der gesellschaftlichen Herausforderung gewachsen zu sein.
Jeanett Kügler und Klara Troyer arbeiten seit ca. 15 Jahren mit hoher Professionalität und Engagement im Bereich der Demenz. Sie betreuen Menschen mit Demenz, begleiten sie und Ihre Angehörigen und schulen junge Leute, die sich für ein freiwilliges soziales Jahr entschieden haben, sowie Pflegekräfte in ihrer Ausbildung. Eine interessante und intensive Schulung fand am 16.01.2016 in der SOB Biedermannsdorf statt. Das Seminar trug den Titel: „Gut leben mit Demenz – einer gesellschaftlichen Herausforderung mit einem ganzheitlichen Ansatz begegnen“.

Die Schüler hörten unter anderem von verschiedenen Pflegekonzepten (z.B. psychosoziales Pflegemodell nach Böhm, Mäeutik nach Cora van der Kooij). Auch wenn die Schwerpunkte, nach denen sich die einzelnen Pflegemodelle ausrichten, sehr unterschiedlich sind, steht doch letztendlich die ganzheitliche Betrachtung des Menschen im Vordergrund. Ein zentraler Lehrinhalt war die Validation nach Naomi Feil (Kommunikationsmethode zu desorientierten alten Menschen). Die Schüler lernten die Grundbegriffe dieser Methode kennen; die zu der Validation gehörigen Theorien und Techniken wurden anhand von praktischen Übungen vertieft. Die vielfältigen Interessensgebiete der Auszubildenden und die unterschiedlichsten Beweggründe diesen Beruf zu erlernen machen es möglich auf die individuellen Bedürfnisse der alten Menschen gezielt einzugehen. Die Schüler nahmen mit viel Engagement an dem Seminar teil, dies zeigte sich an aktiver Mitarbeit, an interessiertem Nachfragen und letztendlich an dem nicht enden wollenden Interesse zu dem Thema.

Jeanett Kügler und Klara Troyer bringen es immer wieder zustande, die Schüler bzw. die auszubildenden Personen vom Inhalt zu fesseln. Ihre einzigartige Unterrichtsmethode basiert auf einer „partnerschaftlichen Ebene“, auf der für jeden genügend Raum ist Fragen zu stellen bzw. seine eigenen Meinungen und Erfahrungen zu den Themen zu äußern.
Ihre breitgefächerten Methoden Menschen mit Demenz zu begegnen zeichnen Jeanett Kügler und Klara Troyer beim Unterrichten aus.

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